Lungenfacharzt Dr. Stephen LoschHeader Bild

Lungenfunktion

Bild Unter SPIROMETRIE versteht man die Messung gewisser Lungenvolumina am Mund. Bei der Durchführung der Messungen wird unter Anleitung über ein Mundstück in ein Gerät geblasen. Wichtig ist die Verwendung einer Nasenklemme, um das unwillkürliche Atmen durch die Nase zu verhindern.
4 Grundmessgrößen sind für die Diagnose einer Atemwegserkrankung notwendig:

  • FVC: Das ist jene Luftmenge, die nach tiefster Einatmung vollständig und so schnell wie möglich ausgeatmet werden kann.
  • FEV1: Das ist jene Luftmenge, die nach einer vollständigen Einatmung in der ersten Sekunde verstärkt ausgeatmet werden kann. Der Wert heißt auch 1-Sekundenkapazität.
  • FEV1/FVC: Das ist ein Maß für den Atemwiderstand, wobei ein errechneter Wert unter 90% verdächtig ist.
  • Atemfluß: Die "Atemflüsse" erfassen die kleinen Atemwege. PEF= maximal exspiratorischer Fluß (peack expiratory flow), MEF 75 - 25 = der "Atemfluß" in Litern pro Sekunde zwischen 75 und 25% der FVC.

2) Zur exakten Diagnosestellung von interstitiellen Lungenerkrankungen, einer restriktiven Ventilationsstörung oder eines Emphysems (primär oder sekundär) steht ein modernster (Bodyplethysmograph) zur Verfügung. Vom Patienten mitarbeitsunabhängig lassen sich weitere wichtige Messungen durchführen.

  • ITGV: Intrathoracale Gasvolumen oder funktionelle Residualkapazität ist jenes Gasvolumen, das sich in der Lunge befindet, wenn sich die pulmonale Retraktionskraft und die Expansionskraft der Thoraxwand im Gleichgewicht halten.
  • RV: Das Residualvolumen ist jenes Volumen, das nach maximaler Expiration in der Lunge verbleibt.
  • Reff: Effektive bronchiale Resistance

Die Ergebnisse dieser einfach und schnell durchzuführenden Messung werden sofort ausgewertet und mit dem Patienten besprochen.
Diese Untersuchung ist leider nicht im Honorarkatalog enthalten, und werden dem Patienten direkt mit € 40.- verrechnet.