Lungenfacharzt Dr. Stephen LoschHeader Bild

Schlafbeobachtung

Rund ein Drittel der Bevölkerung schnarcht, was meist für den Partner unangenehm ist, aber keine Krankheit im eigentlichen Sinn darstellt. Jedoch bei ca. 8% der Bevölkerung besteht nicht nur ein nächtliches Schnarchen, sondern es kommt auch zu Atemregulationsstörungen und Atemstillständen.
Bei diesem ernstzunehmenden Syndrom der Schlafapnoe (SAS) kommt es zum völligen vorübergehendem Atemstillstand an Mund und Nase, in der Folge sinkt die Sauerstoffsättigung im Blut, es kommt zu Herzrythmusstörungen, Anstieg des CO2 und Überlastung der Atemmuskulatur. Durch das Gehirn wird dadurch eine Weckreaktion ausgelöst, der Schlaf unterbrochen, und die Atmung wieder in Gang gesetzt.

In der Regel ist sich der Patient der Schlafunterbrechung nicht bewußt, verspürt nur am folgenden Tag eine extreme Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.

Die Diagnose des Schlafapnoesydroms (SAS) kann durch eine sogenannte Schlafbeobachtung gestellt werden. Dabei wird aus der Ordination dem Patienten ein Untersuchungsgerät, mit dem ca. 6 Stunden Schlaf aufgezeichnet werden können, nach Hause mitgegeben. Die Auswertung der gewonnenen Messdaten (Schnarchgeräusch, Atemfluß, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und Schlafposition) geben über den Schweregrad der Erkrankung Auskunft.

Die Gebietskrankenkassen honorieren diese Leistung seit 01.07.14. Für Patienten der BVA,KFA,SVG und VA muss leider eine Honorarnote von € 70.- gestellt werden.

In leichteren "Fällen" genügt als Therapie schon eine Gewichtsabnahme, die Vermeidung des Rückenschlafes, Alkoholabstinenz am Abend, und Medikamente wie Theophyllin. Bei schweren Formen der Schlafapnoe wird der Kontakt zu einem schlafmedizinischen Zentrum hergestellt, wo das weitere therapeutische Vorgehen bis hin zur Verordnung einer sogenannten CPAP-Beatmung festgelegt wird.